Energie ohne Ende
Erneuerbare Energien: Daten, Fakten, Potenziale
Strom
Im deutschen Stromsektor erreichten die erneuerbaren Energien 2008 einen Anteil von 14,8 Prozent am Stromverbrauch. Den größten Teil davon liefert mit knapp sieben Prozent die Windenergie. An zweiter Stelle folgt die Bioenergie durch Verstromung von Biogas und fester Biomasse. Etwa ein Fünftel des erneuerbaren Stroms stammt aus der Wasserkraft. Die Photovoltaik trägt derzeit nur rund 0,7 Prozent zum Strombedarf bei, weist aber das stärkste Wachstum von allen erneuerbaren auf. Ihr Beitrag zur Stromversorgung ist auf inzwischen 5 Prozent der regenerativen Strommenge angewachsen. Die Entwicklung der Geothermie steht im Stromsektor noch am Anfang, drei Geothermiekraftwerke liefern 0,003 Prozent unseres Stroms.
Der Wärmeverbrauch wird bisher zu 7,7 Prozent aus regenerativen Quellen gedeckt. Im Wärmesektor ist die Bioenergie die wichtigste Säule. Wärmegewinnung mit Holzpellets, Pflanzenölen oder Biogas macht gut 90 Prozent der erneuerbaren Wärme aus. Mit der Solarthermie steht eine dezentrale Technik zur Nutzung der Sonneneinstrahlung zur Verfügung. Sie trägt mit etwa 3,8 Prozent zur regenerativen Wärmeerzeugung bei. Die direkte Nutzung von Erdwärme mittels Wärmepumpentechnologie erlebt derzeit ein starkes Wachstum und erzeugt 0,2 Prozent unserer Heizenergie, entsprechend etwa 2,8 Prozent der erneuerbaren Wärme.
Kraftstoff
Im Verkehrssektor leisten Biokraftstoffe mit einem Anteil von 6,1 Prozent ihren Beitrag zum Abschied vom Erdöl. Bei den Biokraftstoffen stellt Biodiesel den größten Anteil. Pflanzenöle und Bioethanol trugen 2008 jeweils mit rund zehn Prozent zur erneuerbaren Mobilität bei. Die Flächeneffizienz für die Produktion von Biodiesel und Bioethanol ist jedoch umstritten. Mittel- bis langfristig wird auch auf den Straßen die Elektromobilität eine relevante Größe werden, die vor allem mit Strom aus regenerativen Quellen eine hohe Klimaschutzwirkung entfalten kann.
