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Energie ohne Ende

Strom, Wärme, Kraftstoff: Die Welt setzt auf Energie aus endlos sprudelnden Quellen.
Kabel
Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit, Arbeitsplätze: Das enorme Wachstum der Märkte für erneuerbare Energien hat viele Väter. Mögen die Motivationen und Wege der weltweit beteiligten Protagonisten im Detail auch unterschiedlich sein, die Quintessenz ist eindeutig: Die Welt braucht langfristig mehr Energie, als wir durch die Verbrennung unserer fossilen Bodenschätze erzeugen können.

Atomstrom ist in vielen Ländern umstritten, der große Hoffnungsträger sind die erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Wasser. Im Wärmesektor auch Biomasse und Geothermie. 1991 startete in Deutschland mit dem Stromeinspeisungsgesetz die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien. Eine Richtlinie, deren Kernpunkte von vielen Ländern übernommen wurde. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) feiert in diesem Jahr ein zentrales Instrument für den Ausbau der regenerativen Energien seinen 10. Geburtstag.

Nationale Anteile

Nationale Anteile an Erneuerbaren Energien

Der Handlungsbedarf bleibt jedoch hoch, die Forderungen nach mehr erneuerbaren Energien werden insbesondere in den Industriestaaten künftig noch lauter werden. So schreibt seit April 2009 eine EU-Richtlinie (2009/28/EG) den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den Erlass von Gesetzen vor, die die Verwendung der erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme, Kälte und Verkehr fördern. Bis 2020 sollen regenerative Energien innerhalb der EU mindestens 20 Prozent des Energiegesamtverbrauchs erreichen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist hoch. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage vom Februar 2010 halten rund 95 Prozent der Deutschen den Ausbau erneuerbarer Energien für wichtig oder sehr wichtig. Die Steigerungsraten können sich auch durchaus sehen lassen: Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Energiebereitstellung hat sich zwischen 1990 und 2007 fast verfünffacht. Im Jahr 2009 deckten Sonne, Wind & Co. rund sieben Prozent unseres gesamten Energiebedarfs. Bis zum Jahr 2020 muss dieser Wert laut EU aber bei 18 Prozent liegen. Es gibt also noch viel zu tun für Politik, Wissenschaft und Industrie.

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